Zum Wochenende haben wir 40 kg Hundegewalt zur Vorstellung in Form einer wunderhübschen Dame namens Tequila.
Und wie so häufig beginnt auch diese Geschichte etwas traurig. Einer der beiden Familienhunde starb und der zweite kam mit diesem Verlust noch viel weniger zurecht, als seine Menschen. Er war tieftraurig, jaulte, weinte und konnte kaum allein gelassen werden. Also war schnell klar, dass ein neuer Hund dazu kommen musste. Und es sollte ein großer, bevorzugt ein Mastin sein und beinahe wäre es ein kleines, sechs Monate altes Hundemädchen geworden. Klappte nicht und dann war Tequila da. 14 Monate und im besten Teenager- und Rüpelalter. 50 % der Zweibeiner waren sofort Feuer und Flamme, während die anderen irgendwie nicht so begeistert waren. Allerdings hatte ja auch Liska, der einsame Vierbeiner noch etwas zu sagen und so kam es, dass Tequila kurze Zeit später in ihrer neuen Familie eintraf. Und sie schlug ein wie eine Zuckerwattenbombe. Liska war hocherfreut und hatte seinen früheren Frieden gefunden. Natürlich mussten sich die beiden aneinander gewöhnen, aber nach kurzer Zeit waren sie ein Traumpaar.
Und Tequila erwies sich als abgrundtief liebes Hundewesen, das zu jedem Menschen einfach freundlich ist und auch Hunde mag. Von großen Hunden allerdings lässt sie sich nicht die Butter vom Hundekeks nehmen und zeigt sich äußerst emanzipatorisch und spricht Klartext.
Mittlerweile ist sie seit zwei Jahren in ihrer Für-immer-Familie und hat sich zu einem riesigen Kuschelbären entwickelt. Das macht sie fast noch lieber als Fressen, wobei sie hier aber offensichtlich sehr auf ihre Gesundheit und Vielfacht achtet. So zählen Rüben und Äpfel zu einer ihrer Leidenschaften. Sie sucht diese und nimmt sie dann auf Spaziergängen mit, schleppt sie nach Hause, legt sie ab, um sie dann bei nächsten Mal eventuell wieder mitzunehmen. Vielleicht sollte sie zu Weihnachten ein Halsband mit Tupperdosen-Anhänger bekommen…
So groß sie ist, so stur ist sie auch und wenn sie z.B. der Meinung ist, dass sie genau jetzt und absolut gewissenhaft und ausgiebig nach einer Maus buddeln muss…tja, dann muss das so sein und sie ist nur äußerst schwer von ihrem Schaffensort wegzubekommen. Auch ihren recht ausgeprägten Jagdtrieb würde sie viel lieber ausleben, darf aber sicherheitshalber lieber nicht frei herumlaufen, wenn etwas Jagdbares in der Nähe sein könnte.
Dieser Jahr verstarb dann leider Liska und nun ist Tequila der große Trost für ihre Menschen. Die werden, wenn Sie genug getrauert haben sicherlich einem neuen Hund ein wunderbares Zuhause bieten und Tequila einen neuen Freund zur Seite stellen.
Da sind wir sehr gespannt und wünschen bis dahin den Dreien erst einmal eine wunderbare Zeit.



