„Der Tod gehört zum Leben.“ Das wissen wir natürlich. Und nach nun über 30 Jahren in der Rechtsmedizin weiß man auch, wie kostbar das Leben ist. Das gilt natürlich auch für uns selbst und soll uns immer wieder vor Augen führen, dass wir unser Leben leben sollen. Nicht immer alles ständig zurückhalten, sich etwas trauen, verrückte Dinge machen, das Leben genießen, auf sich selbst hören und die eigenen Bedürfnisse beachten. Und nein, das soll uns nicht zu egoistischen Menschen machen. Es soll uns aber aufzeigen, dass es vielleicht nicht sinnvoll ist, immer nur von etwas zu träumen, dafür vieles zurückstellen, um „eines Tages“ dann endlich…….. Tja und dann kommt er nie dieser „eine Tag“.
Und wie oft schrieben wir in unseren Hundegeschichten über Verlust. Über den Tod des geliebten Tieres. Und nun hat es „unseren“ Pico erwischt. Pico, der rassige Spanier, der sich vor vielen vielen Jahren unsere Katrin als neuen Menschen ausgesucht hat. Der auf einmal da war und blieb. Und das für eine sehr lange Zeit. 14,5 Jahre ist er geworden. Das muss man als ehemaliger Straßenhund auch erst einmal schaffen. Dazu noch mit einem Frauchen, das ihn heiß und innig geliebt hat und bei dem er ein wunderbares, Hunde-Vorzeige-Leben führen durfte. Pico war einer unserer ersten vierbeinigen Probanden und hat geduldig alle Analysen über sich ergehen lassen. Sogar ein kleiner Fernsehstar ist er bei uns geworden und hat seine zweibeinigen Mitdarsteller völlig in den Schatten gestellt. Guckt gerne einmal in unser „ForGen-Filmchen“ aus 2017 J, das ihr auch auf unserer Homepage im Forensik-blog finden könnt.
Pico, du verrückter, Leberwurst-liebender Hund mit dieser unfassbar witzigen Art sich zu freuen, wenn man zu Besuch kam. Wir werden dich so vermissen, sind aber ja erwachsen und fangen daher jetzt damit an, uns ständig an all die schöne Zeit mit dir zu erinnern. Mach es gut, kleiner, schwarzer Spanier.



