Bello – einfach Bello!

Bello – einfach Bello!

Was haben wir uns gefreut bei der Auftragsannahme: Bello….DER Name eines der ersten Plüschtiere einer hier nicht namentlich genannten forensischen Sachverständigen….und – allen ernstes – Bello hatte kurzes, creme-weißes Fell, Schlappohren und eine angeringelte Rute…..Wenn das kein Zeichen ist!

Was war das für ein Erlebnis, als wir die Fotos vom lebenden Bello sahen und natürlich hat auch der echte Bello eine tolle Geschichte hinter sich, die (wie so oft) traurig anfing. Im April 2024 starb im hohen Alter die Schäferhündin unserer Familie. Und wenn man von Kindesbeinen an Hunde um sich hatte, kann man natürlich nicht ohne. Daher war trotz der tiefen Traurigkeit und Trauer schnell klar, dass ein neuer Vierbeiner einziehen musste. Es wurde also im Internet gestöbert und da war dies Foto von klein Bello im zarten Alter von vier Monaten. Der sollte es sein und kein anderer. Im August 2024 war es dann soweit und Bello konnte in sein neuen Für-immer-Zuhause einziehen.

Vom ersten Moment an zeigte er sich selbstbewusst und recht aufgeschlossen. Er ging ins Haus, stieg Treppen und schien vor nichts Angst zu haben. Lediglich Autos und Kühe fand er sehr respekteinflößend, was aber ja irgendwie völlig verständlich ist. Wie groß bitteschön ist denn so eine ordentliche Kuh???

Von Anfang allerdings zeigte er auch eine gehörige Portion an eigenem Willen und legte sich schon als Junghund einfach platt auf den Boden, wenn er mit der Gassi-Route nicht zufrieden war. Anfangs lagen dann „nur“ 15 kg; mittlerweile allerdings hat er sich mehr als verdoppelt und entsprechend werden „Diskussionen“ mit ihm im wahrsten Sinne des Wortes schwerer. Und das Gewicht seines Dickkopfes ist kaum in Worte zu fassen. Zu gerne frönt er seinen eigenen Hobbies mit seinen eigenen Ideen, beobachtet stundenlang die Gegend und buddelt das Gelände um, so dass man meinen könnte, er würde dafür bezahlt werden.

Das Haus (also sein Haus) wird akribisch bewacht und wenn ihm etwas verdächtig vorkommt, wird gebrummelt und gegrummelt, dass allein dies jeden potenziellen Einbrecher das Blut in den Adern gefrieren lassen müsste. Auch der Garten, die Straße dazu, das Auto und natürlich sein Mensch gehören mit in Bellos Umfeld und sind im Überwachungsmodus inkludiert. Dabei ist er aber anderen Menschen gegenüber sehr freundlich und kann gut an der Leine laufen. Wenn er allerdings Wild sieht, dreht er völlig auf oder durch und würde am liebsten hinterher. Daher gibt es für ihn kein freies Herumlaufen. Bewegung hat er allerdings genug beim LKW-Jagen, seinem neuesten Hobby. Wenn sich nämlich ein LKW erdreistet, auf der Straße entlang seiner eingezäunten Wiese zu fahren, läuft Bello wie ein Derwisch hinterher. Danach wird wieder entspannt beim ausgiebigen Beobachten der Umgebung.

Ein Herzenshund hat sein Mensch ihn genannt und das können wir uns sehr gut vorstellen.

HUnd Bello
HUnd Bello
HUnd Bello