Und wieder flatterten die Urkunden zu unserem ersten jährlichen Ringversuch ins Labor: und wieder haben wir alle genetischen Merkmale richtig typisiert und auch den Abstammungsfall korrekt gelöst. Diesmal musste anhand gestellter genetischer Daten berechnet werden, ob zwei Männer Halbgeschwister väterlicherseits sein können. Sicher haben sie zwei verschiedene Mütter, wobei leider nur eine Mutter untersucht werden konnte. Nicht die beste Ausgangsbasis! Tatsächlich ergab sich nur ein Wert von 51,669 % für das Vorliegen einer Halbgeschwisterschaft und dies musste nun ordentlich interpretiert und im Gutachten beurteilt werden. Es ist wirklich nicht immer einfach, eine Geschwisterschaft zu überprüfen. Und wenn es dann nur Halbgeschwister sein sollen, wird es oft noch schwieriger. Entsprechend muss der Gutachter wissen, was man tatsächlich sicher nachweisen kann, was man wie interpretiert, was überhaupt geht und wo die Grenzen liegen (können).
Hat aber mal wieder einmal alles gut geklappt und wir freuen uns jetzt einfach wieder eine Weile, zumal wir mit diesem erfolgreich abgeschlossenen Ringversuch wieder eine Anforderung für unsere Akkreditierung nach ISO17025 für forensische Prüflabore gemeistert haben.
Euer begeistertes ForGen-Team


